Knackig, aromatisch, süß oder säuerlich: Ein Apfel ist nicht einfach ein Apfel. Im September beginnt in vielen Regionen die wichtige Erntezeit zahlreicher Sorten. An Marktständen und in Hofläden lassen sich Unterschiede entdecken, die im gewöhnlichen Einkauf manchmal untergehen. Wer ein paar Sorten bewusst vergleicht, findet für jedes Rezept den passenden Apfel.
Tafelapfel oder Backapfel?
Manche Äpfel schmecken frisch besonders gut, andere entwickeln beim Backen ein wunderbares Aroma oder zerfallen im Kompott. Frage nach den Eigenschaften der Sorte statt nur nach der Farbe der Schale. Auch Reife und Lagerfähigkeit unterscheiden sich. Nicht jeder frisch geerntete Apfel ist für monatelange Lagerung gedacht.
Ein Geschmackstest für zu Hause
Kaufe drei einzelne Äpfel unterschiedlicher Sorten. Schneide sie in Spalten und probiere ohne vorab zu wissen, welcher welcher ist. Welche Sorte wirkt besonders saftig? Welche ist deutlich säuerlich? Halte die Eindrücke auf einem Zettel fest. Aus dem kleinen Test wird ein unkompliziertes Familienerlebnis und eine praktische Hilfe für den nächsten Einkauf.
Was Fallobst und Pressobst unterscheidet
Viele Obstbetriebe nutzen einen Teil ihrer Ernte für Saft oder andere Produkte. Welche Früchte dafür geeignet sind, entscheidet der Betrieb anhand von Qualität und Verarbeitung. Nicht jedes am Boden liegende Obst darf gesammelt oder verzehrt werden. Frage ausdrücklich nach angebotenen Sammelaktionen oder Produkten aus eigener Verarbeitung.
Vier praktische Tipps
- Zuerst kleine Mengen mehrerer Sorten probieren.
- Für Kuchen gezielt nach geeigneten Backäpfeln fragen.
- Unbeschädigte Lageräpfel kühl und getrennt von empfindlichem Gemüse aufbewahren.
- Streuobstwiesen nur mit Erlaubnis betreten.
Die Apfelsaison ist eine Einladung, Bekanntes neu zu schmecken. Vielleicht wird eine bislang unbekannte Sorte zum neuen Favoriten deiner Familie.
Hinweis: Saison und Verfügbarkeit unterscheiden sich nach Region, Witterung und Anbauweise. Prüfe aktuelle Angaben direkt beim jeweiligen Hof.